Mit einem Seminarkurs Funk bietet das Buigen-Gymnasium Einmaliges. Bei bestandener Prüfung erhalten die Schüler nebenbei die Amateurfunk-Lizenz.

14 Schüler des Buigen-Gymnasiums sind sprichwörtlich auf einer Wellenlänge. 13 Jungen und ein Mädchen aus der Kursstufe 1 haben sich für einen Seminarkurs entschieden, der nach dem Wissen von Schulleiter Axel Krug in weitem Umkreis einmalig sein dürfte.

Doppelstunden funken

Diese Woche hatten sie ihre erste Doppelstunde im Funk. Angestoßen wurde der Seminarkurs, den die Schüler freiwillig besuchen, der aber mit einer Prüfung abgeschlossen wird, deren Wertung auch in die Abiturnote eingeht, von Peter Strobel, dem Vorsitzenden des Deutschen Amateur-Radio-Clubs Heidenheim, kurz DARC. Dieser wird auch mit seinem Funker-Freund Thomas Todt und Robert Steiner, dem NWT-Lehrer am Buigen-Gymnasium den Unterricht erteilen. Und um Lehren und Lernen geht es wirklich. Wenn Strobel die Unterlagen für die Lektionen durchblättert, wird schnell evident, dass gute Kenntnisse in Mathematik und Physik Bedingung sind. „Es gibt wirklich viel Lernstoff“, sagt Strobel.

Recherche und Teamkompetenz

Dies entspricht für Lehrer Steiner und Schulleiter Krug auch dem Gedanken eines Seminarkurses, in dem Schüler eigenständig Wissen erarbeiten sollen. Krug spricht von „voruniversitärem Arbeiten“ von Recherche und Teamkompetenz.

Wenn am 22. Juli nächsten Jahren die Schüler drei Viertel der 34 in der Prüfung gestellten Fragen, richtig beantworten können, dann haben sie nicht nur eine schulische Leistung erbracht, sie erhalten auch die Amateurfunk-Lizenz und ein eigenes internationales Rufzeichen. „Damit können sie am weltweiten Funkverkehr teilnehmen“, erklärt Strobel.

Peter, DL1SAP, OVV P04

Bild und Text werden mit Erlaubnis der Heidenheimer Zeitung veröffentlicht. Artikel erschien am 16.09.18